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VER­BRE­CHEN - Der Fall meines Lebens


VER­BRE­CHEN - Der Fall meines Lebens

Fünf echte Ermittler schildern die Höhepunkte ihres Berufslebens.
SPIEGEL AUDIO

von: Michael Bideller

€ 0,99

Verlag: Spiegel-Verlag
Format: MP3 (in ZIP-Archiv)
Veröffentl.: 18.11.2016
ISBN/EAN: 4057664062673
Sprache: deutsch

Dieses Hörbuch erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Nichts, außer Fußball, fasziniert die deutschen Fernsehzuschauer so sehr wie Kriminalfälle. Doch was haben Drehbücher mit der Wirklichkeit zu tun? Fünf echte Ermittler schildern die Höhepunkte ihres Berufslebens.

Ed­ward Schwe­da, 55, kam 1981 zur Po­li­zei, lan­ge ar­bei­te­te er im Kri­mi­nal­kom­mis­sa­ri­at 11 (Tö­tungs-, Brand-, Waf­fen­de­lik­te) in Wup­per­tal. Er ist heu­te Ers­ter Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar. Sein Traum­be­ruf? Noch im­mer Po­li­zist.

Kom­mis­sar Hans Hu­ber, 50, heißt in Wirk­lich­keit an­ders, er möch­te nicht mit sei­nem ech­ten Na­men in der Öffent­lich­keit ste­hen. Er wohnt zu­sam­men mit sei­ner Fa­mi­lie in Süd­deutsch­land. Hu­ber ar­bei­te­te bis zum Jahr 2008 als Po­li­zist. Heu­te be­rät er Fir­men in der Rüs­tungs­in­dus­trie.

Wil­ly The­veßen, 62, kam 1973 zur Po­li­zei, mit 19 Jah­ren. Zu­erst war er Kraft­fah­rer, spä­ter wech­sel­te er in die Funk­leit­stel­le und noch spä­ter zum Staats­schutz. Zu­letzt war The­veßen Pres­se­spre­cher der Po­li­zei in Mön­chen­glad­bach. Nach 43 Dienst­jah­ren geht er die­sen Mo­nat in den Ru­he­stand.

Mar­tin Wacht­mees­ter ar­bei­tet seit 16 Jah­ren bei der Po­li­zei. Ab und an ha­dert er mit sei­nem Be­ruf, vor al­lem wenn er be­schimpft, be­lei­digt oder an­ge­grif­fen wird. Sei­ne Ent­schei­dung, nicht Leh­rer, son­dern Kri­po­kom­mis­sar zu wer­den, be­reut er trotz­dem nicht. Er glaubt fest dar­an, als Po­li­zist in Ren­te zu ge­hen.

Gün­ter No­wa­ti­us ging gleich nach der Schu­le zur Po­li­zei, im Jahr 1958. 1975 über­nahm er das Kom­mis­sa­ri­at für To­des­er­mitt­lung, Kin­des­miss­hand­lung, Ver­miss­ten­stel­le und ärzt­li­che Kunst­feh­ler in Han­no­ver. No­wa­ti­us ver­ließ den Po­li­zei­dienst 1982 und mach­te sich mit ei­ner Si­cher­heits­fir­ma selbst­stän­dig. Er ist 77 Jah­re alt und lebt in Süd­deutsch­land.

Dies ist die Vertonung eines Artikels aus der SPIEGEL-Ausgabe 47/2016. Sie entstand in Zusammenarbeit mit SPIEGEL TV.
Takis Würger, Jahrgang 1985, studierte Ideengeschichte in Cambridge, volontierte bei der "Abendzeitung" und lernte an der Henri-Nannen-Journalistenschule. Er fand es ein wenig unheimlich, den Polizisten Huber zu treffen, weil er noch nie mit jemandem gesprochen hatte, der einen Menschen getötet hat. Das Treffen dauerte viele Stunden und wurde sehr angenehm. Huber war ein ruhiger, kluger und überlegter Mann, der viel darüber nachgedacht hatte, was es bedeutet, Polizist zu sein.

Uwe Buse, Jahrgang 1963, studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Hamburg und arbeitet seit 1997 für den SPIEGEL. Er hatte bislang wenig mit der Polizei zu tun und wenn, standen ihm meist mürrische Beamte gegenüber, sichtlich frustriert von ihrem Beruf. Buse war froh, während seiner Recherche mal einem Polizisten zu begegnen, der sich für seine Arbeit begeistern konnte.

Mail: UWE.BUSE@SPIEGEL.DE


Hauke Goos, 50, arbeitete noch als Reporter für einen privaten Fernsehsender, als er zum ersten Mal von den "Torso-Funden" hörte: Mitte der Siebzigerjahre hatte ein Unbekannter mitten in Hannover Leichenteile verteilt, das Motiv blieb ebenso ungeklärt wie die Identität der Toten. Nun, für die Geschichte "Fall meines Lebens", traf er endlich den Kommissar, der damals die Ermittlungen leitete. Beim Spätzleessen tauschten die beiden Theorien aus, wer damals die Teile abgelegt haben könnte – und warum. Und stellten fest: Mitunter ist ein Krimi gerade deshalb gut, weil es keine Auflösung gibt.

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